9. Platz bei der dhv Deutschen Meisterschaft im Turnierhundesport
Die dhv Deutsche Meisterschaft im Turnierhundesport vom 4. bis 6. September in Schwedt – und wir waren dabei!
Das lange Warten und Zittern, ob die Qualifikation geschafft wurde, hatte sich gelohnt: Alexandra Engl-Gößwein und ihre Mady durften bei der Deutschen Meisterschaft an den Start gehen und machten sich auf die lange Reise nach Schwedt.
Nach fast sieben Stunden Fahrt waren sie endlich angekommen. Mit dabei natürlich Jungspund Mady, die sich mit ihren gerade einmal zwei Jahren bereits für den Sprintvierkampf qualifiziert hatte, und als erfahrene Unterstützung Tante Cathy.
Zwischen all den durchtrainierten Hochleistungssportlern waren Alex und ihre junge Hündin echte Frischlinge. Dazu war Mady auch noch mitten in ihrer Läufigkeit. Alex setzte sich deshalb nur ein Ziel: durchhalten! Wegen ihres Knies war in der Vorbereitung nämlich nicht viel mehr als Schwimmen als Trainingseinheit möglich.
Mady war von dem großen Event sichtlich beeindruckt, blieb aber gut ansprechbar und orientierte sich schön an Alex.
Nach einer verregneten und windigen Nacht im Zelt ging es dann endlich los. Nachdem alle anderen fertig waren, durften auch Alex und Mady an die Geräte, denn die läufigen Hündinnen starten am Schluss.
Bei den Hürden blieb Mady schön an Alex‘ Seite. Zunächst noch etwas verhalten, gab sie am Schluss dann doch etwas zu viel Gas, was die beiden leider zwei Fehler kostete.
Den Slalom schafften sie langsam, aber fehlerfrei. Im Hindernislauf konnte Mady dann endlich zeigen, was in ihr steckt – und Alex, dass sie doch noch nicht so eingerostet war, wie sie dachte. Auch diesen Lauf schafften die beiden fehlerfrei in einer tollen Zeit von 14,30 Sekunden.
Am nächsten Morgen stand dann der 1-km-Sprint im Jagdstart an.
Das ist nicht unbedingt Alex‘ Lieblingsdisziplin, schon allein wegen ihres Asthmas, und auch das Knie machte etwas Sorgen. Aber nun waren sie schon mal da. 🙂
Die Startzeit hatte Alex sich sicherheitshalber auf die Hand geschrieben, damit in der ganzen Aufregung auch wirklich nichts durcheinandergeht – und dann ging es los!
Alex fühlte sich zunächst gut, bis sie relativ schnell von einem Mensch-Hund-Team überholt wurde und etwas den Mut verlor. In einiger Entfernung sah sie immer wieder eine andere Läuferin. Aber diese noch überholen? Sie wusste nicht so recht, ob sie das wirklich packt – und ob Mady in ihrer Hitze am Ende nicht lieber den anderen Hund anbaggert.
Dann lief sie an unserem Mannschaftsführer Peter vorbei, der als Streckenposten eingeteilt war. Er rief ihr zu, dass sie die beiden noch überholen kann, und motivierte sie damit noch einmal richtig.
Sollte sie wirklich?
Alex nahm all ihre Kraft zusammen, kämpfte sich nach vorne und überholte die beiden tatsächlich – mit Tränen in den Augen.
Und als Mady merkte, dass ihr der andere Hund nach dem Überholen ziemlich im Nacken hing, gab die kleine Maus noch einmal richtig Vollgas. Sie zog Alex schier die komplette letzte Gerade ins Ziel, sodass diese kaum noch hinterherkam. Die beiden überflogen die Ziellinie und waren danach einfach nur fix und fertig.
Die Zeit: 4:42 Minuten! Damit waren wir sowas von zufrieden!
Am Ende erreichten Alex und Mady im Sprintvierkampf tatsächlich den 9. Platz bei der dhv Deutschen Meisterschaft – womit Alex selbst überhaupt nicht mehr gerechnet hatte.
Alex ist unglaublich stolz auf ihre kleine Maus, die aus ihrer eigenen Nachzucht stammt und mit ihren gerade einmal zwei Jahren allen gezeigt hat, wie viel Potenzial in ihr steckt.
Aber eines steht wohl auch fest: Zelten werden die beiden, glaube ich, nicht mehr so schnell. 🙂








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